Studie: Corona kostet über 20.000 Casino-Jobs in Europa

Veröffentlicht am: 27. April 2021, 12:27 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 27. April 2021, 01:04 Uhr.

Europaweit waren und sind Casinos aufgrund der Corona-Pandemie über Monate geschlossen. Einer am 26. April veröffentlichten Studie des Casino-Verbandes European Casino Association (ECA) zufolge hat der Lockdown in der Branche bisher über 20.000 Jobs gekostet.

Agentur für Arbeit Gebäude
In Casinos fielen durch Corona viele Jobs weg. (Bild: Pixabay/succo)

Der Verband [Seite auf Englisch] teilte in einer Erklärung mit, wie gravierend sich die Pandemie auf die etwa 900 landbasierten Casinos in Europa ausgewirkt habe. So sei die Anzahl der Beschäftigten von über 70.000 Anfang 2020 auf rund 50.000 zu Beginn dieses Jahres gesunken.

Wie stark die Einschränkungen für die Casinos in den vergangenen 15 Monaten waren, hat die ECA ebenfalls ermittelt. So seien die Betriebe seit Beginn der Krise im Durchschnitt 136 Tage geschlossen gewesen. Damit hätten sie ein Drittel ihrer sonst üblichen Geschäftstage verloren. Zudem betrage der Anteil der noch geschlossenen Casinos 70 %.

Die gravierenden Beschränkungen führten laut ECA dazu, dass die Casino-Einnahmen um weit über 50 % eingebrochen seien. Erschwerend komme hinzu, dass ein Großteil der Betreiber noch immer nicht wisse, wann mit einer Wiedereröffnung zu rechnen sei.

Viele Casino-Schließungen

Die Entwicklung habe dazu geführt, dass in ganz Europa zahllose Casinos ihren Betrieb eingestellt hätten und nie wieder öffnen würden. Dies verschlechtere die Arbeitsmarktlage in der Branche zusätzlich. Die Aussichten seien deshalb düster.

ECA-Chairman Per Jaldung erklärte:

Dies ist der schlimmste Tiefpunkt, den die europäische landbasierte Casino-Industrie jemals erlebt hat. (…) Wir machen uns keine Illusionen darüber, dass die Branche bald wieder zu ‘Business as usual’ zurückkehren kann. Tatsächlich sind wir sehr weit von einem normalen Geschäftsbetrieb entfernt.

Zugleich betonte ECA-Generalsekretär Hermann Pamminger, dass die Branche bewiesen habe, wie gut sie Abstands- und Hygienevorgaben umsetzen könne. Das Spiel in den Casinos sei sicher. Das hätten die zwischenzeitlichen Öffnungen im vergangenen Jahr gezeigt.

Die eingeleiteten Maßnahmen, die häufig über den Standards anderer Geschäfte lägen, könnten sofort umgesetzt werden. Die motivierten und bestens geschulten Casino-Mitarbeiter könnten es deshalb kaum erwarten, dass die Betriebe wieder Besucher empfangen.

Pamminger fügte hinzu, dass Spieler endlich wieder Casinos besuchen wollten. Es liege nun an den Behörden der einzelnen Länder, die Branche zu unterstützen und einen geordneten Neuanfang zu ermöglichen.