Casino-Umsätze in Frankreich Corona-bedingt um 24 % gesunken

Veröffentlicht am: 16. Februar 2021, 01:17 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 16. Februar 2021, 01:28 Uhr.

Auch in Frankreich macht die Corona-Pandemie vielen Glücksspielbetreibern zu schaffen. So führte der Lockdown dazu, dass die Einnahmen der landbasierten Casinos im vergangenen Jahr um 24,3 % sanken. Dies gab die Glücksspielabteilung des Innenministeriums (SCCJ) am Montag bekannt.

Casino Deauville
Auch das Casino Deauville war vom Rückgang betroffen. (Bild: Flickr/Dennis Jarvis, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Demnach sanken die Bruttospielerträge der Casinos im Zeitraum von November 2019 bis Oktober 2020 auf 2,418 Mrd. Euro. Damit sei der Sektor auf das Niveau von 2012 zurückgefallen, so die SCCJ.

Ursächlich seien die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen des Geschäftsbetriebes gewesen. Die Schließungen hätten dazu geführt, dass die Zahl der Spieler in den Casinos auf 24,6 Mio. Besucher zurückgegangen und damit um 26,6 % gefallen sei.

Spielautomaten machten 2020 den größten Anteil an den Casino-Umsätzen aus. Insgesamt entfielen 83,9 % auf diese Geräte. Weitere 9,9 % steuerten elektronische Roulette- und Blackjack-Spiele bei, während auf das klassische Tischspiel lediglich 5,7 % der Einnahmen entfielen.

Auch Lotto-Gesellschaft im Minus

Nicht nur der Casino-Bereich wurde in Frankreich von der Corona-Krise stark getroffen. Ähnlich erging es der staatlichen Lotto-Gesellschaft des Landes, dem Glücksspielanbieter La Française des Jeux (FDJ).

Diese veröffentlichte am 12. Februar ihre Geschäftsdaten [Seite auf Englisch] des vergangenen Jahres. Aus diesen geht hervor, dass der Umsatz 2020 rund 16 Mrd. Euro betrug. Damit sanken die Einnahmen gegenüber 2019 um 7 %.

Allerdings konnte FDJ in der zweiten Jahreshälfte eine Erholung des Gesamtgeschäfts verzeichnen. Während die Umsätze im Zeitraum von Januar bis Juni um 18 % einbrachen, legten sie von Juli bis Dezember um 3 % zu.

Der FDJ zufolge zeigte sich im Bereich Sportwetten eine besonders große Diskrepanz beim Vergleich der beiden Jahreshälften: Gab es im ersten Halbjahr noch einen Einbruch von knapp 40 %, wuchsen die Umsätze in den folgenden sechs Monaten um 20 %. Auf diese Weise sei der Verlust bei den Sportwetten im Gesamtjahr auf 10 % begrenzt worden.

In dem Geschäftsbericht erklärte das FDJ-Management abschließend, dass es aufgrund der positiven Entwicklung der vergangenen Monate davon ausgehe, dieses Jahr mit einem leichten Wachstum abschließen zu können. Solange die französischen Casinos geschlossen bleiben müssen, dürften aus diesem Sektor keine ähnlich optimistischen Einschätzungen zu erwarten sein.