80 % weniger Sport­wetten-Web­sites in Italien

Posted on: 15/10/2025, 02:58h. 

Last updated on: 15/10/2025, 09:03h.

  • In Italien kommt es zu einem radikalen Rückbau der Sportwetten-Websites.
  • Zuständige Behörde reduziert die Zahl von 407 auf nur 52 Domains.
  • Künftig nur noch eine Website pro Lizenz erlaubt.

Die Online-Geschäfte der Buchmacher sind in Italien in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Damit ging auch ein großer Anstieg der Angebote im Internet einher. Dies soll sich nach Willen der Regierung bald ändern. So wollen die Behörden die in Italien verfügbaren Sportwetten-Websites um rund 80 % verringern.

Italienische Flagge
Die Zahl der Domains sinkt drastisch (Bild: Pixabay)

Grundlage des Rückbaus ist eine Entscheidung der italienischen Zoll- und Monopolbehörde, die für das Glücksspiel zuständig ist. Die Agenzia delle Dogane e dei Monopoli (ADM) legte fest, dass die Zahl der Domains von italienischen Wettanbietern erheblich reduziert werden soll.

Dabei geht es um rund 80 % der derzeit 407 aufrufbaren Websites. Nach Willen der Behörde wird die Zahl nach Ablauf der Frist bei nur noch 52 Domains liegen.

Es geht nicht um die Verringerung der ausgestellten Genehmigungen durch die ADM. Demnach wird es weiterhin 52 Lizenzen geben, die von 46 verschiedenen Unternehmen betrieben werden.

Stein des Anstoßes ist laut ADM der Betrieb von Sublizenzen. So wird teilweise eine zweistellige Anzahl von Websites durch einzelne Unternehmen vermarktet. Dem will die Behörde ein Ende setzen und für mehr Übersichtlichkeit im italienischen Online-Wettmarkt sorgen.

Wegfall der Sublizenzen bis Mitte November 2025

Die Weitergabe und Aufteilung von Lizenzen muss bis zum 13. November 2025 eingestellt sein. Ab diesem Datum darf jeder Lizenznehmer nur noch je eine Website betreiben.

Nach Angaben des Glücksspielverbands werden derzeit 315 Websites von italienischen Unternehmen betrieben. Die übrigen 92 Domains sind in der Hand von ausländischen Unternehmen.

Mit Bruttowetterträgen von rund 18 Mrd. Euro zählt Italien zu den vier größten Glücksspielmärkten Europas. Die Betreiber leisten jährlich Abgaben in Höhe von 8 Mrd. Euro an den Staat.

Für die zu Mitte November erneuerten Lizenzen müssen die Buchmacher jeweils eine hohe einstellige Millionensumme bezahlen. Auf diese Weise nahm die staatliche Finanzkasse bereits 365 Mio. Euro ein.

Damit liegen die Erlöse über dem Plan, denn diese waren zuvor vom Wirtschaftsministerium auf 300 bis 350 Mio. Euro geschätzt worden. Nun liegt es an den Betreibern, mit den 52 Domains lukrative Geschäfte zu machen.