US-Bundesstaat Connecticut nähert sich Verbot von Windhundrennen

Veröffentlicht am: 22. February 2022, 02:49 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. February 2022, 03:08 Uhr.

Auch im US-Bundesstaat Connecticut könnten Windhundrennen schon bald verboten sein. So habe das Abgeordnetenhaus einen entsprechenden Gesetzesentwurf unterzeichnet, berichteten Branchenmedien am Montag. Das Gesetz (HB 5174) würde der zuständigen Aufsichtsbehörde im Staat untersagen, Lizenzen für Windhundrennen auszustellen.

Zwei Windhunde rennen Windhundrennen
Windhundrennen könnten bald auch im US-Bundesstaat Connecticut verboten sein (Bild: Maxpixel)

In Connecticut ansässige Buchmacher dürften theoretisch dennoch Wetten auf Windhundrennen annehmen, sofern die Rennen außerhalb des Staates ausgetragen würden.

Mittlerweile sind Windhundrennen in 41 US-Bundesstaaten verboten. In lediglich fünf Bundesstaaten (Alabama, Arkansas, Iowa, Texas und West Virginia) gibt es legale und aktive Rennstrecken.

In Wisconsin, Kansas, Oregon und Connecticut sind die Rennen aktuell noch erlaubt, allerdings sind in diesen Staaten keine Rennstrecken in Betrieb. Nach Angabe der Tierschutzorganisation Grey2K USA [Seite auf Englisch] wurden in Connecticut zuletzt im Jahr 2005 Rennen ausgetragen.

Eine Wiedereröffnung der Rennstrecken wäre nach Inkrafttreten des Gesetzes unmöglich. Dem Entwurf zufolge könnten Verstöße gegen das Rennverbot künftig mit bis zu 75.000 USD Geldstrafe geahndet werden.

Bereits 2017 hatten Abgeordnete versucht, ein Gesetz zum Verbot von Windhundrennen durchzubringen. Damals hatte eine Mehrzahl der Politiker im Abgeordnetenhaus den Entwurf jedoch abgelehnt.

Sportwetten im Staat erst seit kurzem legal

Der frisch legalisierte Sportwetten-Sektor von Connecticut scheint indes auch ohne Windhundrennen zu florieren. Erst Mitte Oktober 2021 hatte der „Nutmeg State“ die ersten Lizenzen an Buchmacher vergeben. Seither sind DraftKings, FanDuel und SugarHouse im Bundesstaat aktiv. Keiner der drei Sportwetten-Betreiber bietet dabei Wetten auf Windhundrennen an.

Seit Oktober hätten die Buchmacher insgesamt 440 Mio. USD Wetteinsätze verbucht, berichtete das Branchenmagazin USbets vor wenigen Tagen. 96 % der Einsätze seien dabei online platziert worden. Allein im Januar hätten die Anbieter Bruttoumsätze von insgesamt 10,8 Mio. USD generiert, was einem Anstieg um 21,7 % im Vergleich zum Dezember darstelle.

DraftKings dominiere indes den Sportwetten-Markt von Connecticut, gefolgt von FanDuel. Während der Sportwetten-Markt des Bundesstaats weiter wächst, dürften Windhundrennen auch in Zukunft keine Rolle spielen. Ob die verbleibenden US-Bundesstaaten den Sport und die damit zusammenhängende Wettindustrie künftig ebenfalls verbieten könnten, bleibt abzuwarten.