In den USA wird aktuell der Fall eines Casino-Räubers untersucht, der im Januar das New York-New York Casino in Las Vegas überfallen haben soll. Wie jetzt bekannt wurde, hatte der Mann sein Gesicht mit schwarzer Farbe bemalt, um über seine Herkunft hinwegzutäuschen. Dies ist jedoch nicht der einzige Casino-Überfall, bei dem die Täter zu ausgefallenen Mitteln gegriffen haben. Auch in Deutschland hat es bereits kreative Kriminelle gegeben, jüngst am Fettdonnerstag im Saarland.

Maskierte Männer vor einem Verbrechen

Räuber greifen bei Casino-Überfällen immer häufiger zu Masken. (Bild: ziegler-film.com)

Räuber erbeutet 23.000 Dollar im Casino

Bei dem Angeklagten von Las Vegas handelt es sich um den 26-jährigen US-Amerikaner Cameron James Kennedy. Anfang der Woche wurde sein Prozess eröffnet. Ihm wird vorgeworfen, am 10. Januar 2018 das New York-New York Hotel & Casino am berühmten Las Vegas Strip überfallen und beraubt zu haben. Dabei soll er mehr als 23.000 Dollar erbeutet haben.

Bereits vor seinem vermeintlichen Überfall auf das New York-New York war Cameron Kennedy polizeilich bekannt. Aufgrund eines Banküberfalls trug er eine Fußfessel mit GPS-Sender, die er jedoch vor der Tat in Las Vegas entfernte.

Schwarzes Make-up als Tarnung

Um von den Casino-Angestellten nicht erkannt zu werden, soll der Angeklagte sein Gesicht vor dem Überfall mit dunklem Make-up geschminkt haben. Zusätzlich zu dieser Maskerade trug er eine dunkle Mütze und eine Brille, um sein echtes Aussehen zu verändern. Die Angestellte an der Casino-Kasse sagte jedoch aus, sie habe erkannt, dass es sich bei dem dunklen Gesicht um eine Täuschung gehandelt habe. Die Farbe sei fleckig und unregelmäßig gewesen.

Nach dem Hinweis eines Zeugen wurde die Polizei auf Cameron Kennedy aufmerksam. Die Nachverfolgung seines Mobiltelefons stimmt ebenfalls mit dem Fluchtweg des Täters überein. Sollte der 26-Jährige verurteilt werden, droht ihm eine Maximalstrafe von bis zu 20 Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar.

Verkleidungen in Deutschland werden immer kurioser

Nicht nur in den USA, auch in Deutschland werden Verbrecher immer einfallsreicher, wenn es um Überfälle auf Casinos und Spielhallen geht. So hatte am Fettdonnerstag ein Mann in einem Elefantenkostüm versucht, ein Casino im Saarland auszurauben. Als sich die Angestellte weigerte, ihm das geforderte Geld auszuhändigen, floh der Mann. Der Polizei gegenüber beteuerte er später, es habe sich lediglich um einen Scherz gehandelt.

2016 sorgte ein Serientäter in Hessen und Baden-Württemberg für Aufsehen. Der Mann überfiel mehr als zehn Spielstätten. Dabei trug er jedes Mal sein Markenzeichen, eine Anonymus-Maske. Die Maske wurde vor allem durch die Hollywoodproduktion „V wie Vendetta“ von 2005 einem breiteren Publikum bekannt und wurde dort von Guy Fawkes, einem britischen Rebellen und Kritiker der Krone, getragen. Ab 2011 wurde sie außerdem zum Symbol der Occupy-Bewegung in Nordamerika, die anlässlich der Bankenkrise entstand.

Horror-Masken und Pantomimenkostüme

Diesen Februar kam es in Niedersachen zu einem bewaffneten Überfall. Dieses Mal trug der Täter eine weiße Pantomimenmaske. Nachdem es der Angestellten in der Spielhalle gelungen war, den Alarmknopf zu drücken, floh der Mann. Die Polizei suchte im Anschluss mit einer eigenen Drohnenstaffel nach dem Flüchtigen, jedoch ohne Erfolg.

Ende 2017 ereignete sich in Nordrhein-Westfalen ein ähnlicher Überfall, bei dem der Täter sich hinter einer Scream-Maske versteckte. In diesem Fall gelang es dem Mann, mit seiner Beute aus der Spielhalle zu fliehen. Die Polizei ist noch auf der Suche nach dem Täter.

2016 griff ein Räuber in Bremen hingegen zu einer Horror-Clown-Maske und bedrohte die Spielhallen-Angestellt mit einem Messer. In diesem Fall musste der Mann unverrichteter Dinge von dannen ziehen, nachdem ihm die Angestellte erklärte, keinen Zugang zur Kasse zu haben.