Der Knall bleibt aus: Auktion um Trump-Casino abgebrochen

Veröffentlicht am: 19. Januar 2021, 02:40 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 19. Januar 2021, 02:40 Uhr.

Die seit Wochen geplante Sprengung des Trump Plaza Casinos in Atlantic City, New Jersey, findet vorerst nicht statt. Am 29. Januar sollte das ehemalige Gebäude durch eine kontrollierte Detonation dem Erdboden gleichgemacht werden. Eine Auktion sollte darüber entscheiden, wer den Sprengknopf tätigen darf.

Roter Knopf
Detonation des Trump Plaza Casinos bleibt den Sprengmeistern überlassen. (Bild: Flickr/wlodi/CC BY-SA 2.0)

Der derzeitige Inhaber des maroden Gebäudes, der Milliardär und Immobilien-Investor, Carl Icahn eine Unterlassungsverfügung gegen das Auktionshaus Bodnar Auctions erwirkt. Dies hat der US-amerikanische Nachrichtensender FOX 29 am Montag berichtet [Seite auf Englisch].

Laut Icahn stelle das Event ein untragbares Sicherheitsrisiko für die anwesenden Zivilisten und die Person, die den Knopf betätigen dürfe, dar. Durch die Sprengung könnten Trümmer durch die Luft geschleudert werden und Menschen verletzen, so die Bedenken des Investors.

Wie Bodnar Auctions gegenüber der Presse erklärt, sei es trotz unermüdlicher Versuche nicht gelungen, einen Kompromiss mit Icahn zu erreichen. Das Auktionshaus teilte daher mit Bedauern mit, dass das Event nicht stattfinden könne:

Dieses einzigartige Event wäre eine einmalige Chance und die ideale Lösung für zwei von Atlantic Citys Problemen gewesen. Zum einen wäre das Trump Plaza beseitigt worden, welches an der Strandpromenade derzeit ein Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit darstellt. Zum anderen wäre die Mission des Boys & Girls Club in Atlantic City, den Kindern der Stadt zu helfen, unterstützt worden.

Die Wohltätigkeitsorganisation Boys & Girls Club hätte nämlich von dem Erlös der Auktion profitieren sollen. Zuletzt habe das höchste Gebot bei 175.000 USD gelegen. Der Verein, der aufgrund der Corona-Krise in existenzielle Not geraten sei, hätte das Geld dringend benötigt.

Immobilien-Investor will 175.000 USD spenden

Im Anschluss an seine Nachricht der Event-Absage rief das Auktionshaus daher die Bevölkerung dazu auf, die Wohltätigkeitsorganisation mit Spenden zu unterstützen. Doch wie Associated Press berichtet, habe Icahn bereits erklärt, die erwarteten 175.000 USD aus eigener Tasche spenden zu wollen.

Atlantic Citys Bürgermeister Marty Small, der die ursprüngliche Idee der Auktion hatte, habe indes eingeräumt, dass die Sicherheitsbedenken durchaus verständlich seien.

Wir stimmen Mr. Icahn zu, dass die öffentliche Sicherheit an oberster Stelle steht. Auch ist es sehr wichtig, dass wir die gute Beziehung zu Mr. Icahn aufrechterhalten, denn als nächstes wird es darum gehen, was dort als Nächstes gebaut werden soll.

Wann die Sprengung nun erfolge, sei noch nicht bekannt. Noch am heutigen Dienstag wolle Small ein Datum bekanntgeben.