Rumänien sperrt 41 weitere Online-Glücksspiel-Anbieter

Veröffentlicht am: 12. Mai 2020, 11:43 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 12. Mai 2020, 12:02 Uhr.

In Rumänien geht die Glücksspielaufsicht weiterhin hart gegen nicht-lizenzierte Anbieter von Online-Glücksspiel vor. Nun fügte sie weitere 41 illegale Domains der landesweiten Sperrliste hinzu.

Rumänien Fahne Kreuz
In Rumänien werden weitere Onlineanbieter gesperrt (Bilder: Pixabay, Komposition: casino.org)

Rumäniens Glücksspielaufsicht Oficiul Național pentru Jocuri de Noroc (ONJN) gab die Sperrung der Betreiber vor wenigen Tagen bekannt. Aus diesem Grund forderte sie die mehr als 1.000 Internetprovider des Landes auf, die betreffenden Seiten bis 14. Mai zu sperren.

30-tägige Übergangsfrist

Allerdings räumte die Behörde den Serviceanbietern eine Übergangsfrist von bis zu 30 Tagen ein, um die Sperrung endgültig durchzuführen. Damit solle es ab spätestens Mitte Juni rumänischen Spielern unmöglich gemacht werden, die Seiten der betroffenen Online-Casinos und Online-Wettbüros zu besuchen.

Rumänien hat 2009 begonnen, seinen Glücksspielmarkt neu zu regulieren. Betreiber von Online-Glücksspiel benötigen deshalb nun eine Lizenz, um in dem Land aktiv werden zu dürfen. Die Genehmigung lässt sich der Staat teuer bezahlen, denn die Anbieter müssen dafür jährliche Abgaben von umgerechnet bis zu 120.000 Euro und eine zusätzliche Steuer in Höhe von 16 % bezahlen. Im letzten Jahr wurde das Gesetz überarbeitet. Seitdem müssen Online Casinos zusätzlich 2 % auf sämtliche Einzahlungen entrichten, was dem Staat jährliche Steuerzahlungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich beschert.

Nach Auskunft der Behörde gehören die Angebote von Anytime Casino, Fruity King, Vegas Mobile Casino und dem Cool Play Casino zu den sanktionierten Webseiten, die ihr Angebot in Rumänien ohne eine offizielle Genehmigung verbreiteten.

Darüber hinaus sei eine Reihe britischer und internationaler Betreiber mit co.uk-, bzw. com-Domains gesperrt worden. Die Marken großer internationaler Glücksspielkonzerne seien jedoch nicht betroffen, so die ONJN.

Bereits weit über 1.000 Seiten gesperrt

Es ist nicht das erste Mal, dass die Behörde eine Reihe von Betreibern blockiert. So umfasst die offiziell 2015 eingeführte ONJN-Sperrliste [Seite auf Rumänisch] mittlerweile 1.277 Einträge von Seiten, auf denen Besuchern der Zutritt verwehrt bleibt.

Ein Eintrag auf der Liste ist für die Betreiber jedoch nicht gleichbedeutend mit einem endgültigen Aus. Ihnen steht weiterhin der Weg offen, sich um eine Lizenz zu bewerben. Allerdings müssen die Delinquenten zusätzlich eine einmalige Strafsteuer in Höhe von 20 % ihrer Bruttoerträge bezahlen, ehe ihr Angebot wieder freigeschaltet wird.