Gestern, am 4. März 2018, sind die 90. Oscars in Los Angeles vergeben worden. Die Preisverleihung ist die prestigeträchtigste der Filmwelt und begeistert jedes Jahr ein Millionenpublikum vor den TV-Bildschirmen. Auch die Buchmacher haben jedes Mal ein breites Angebot an Oscar-Wetten im Programm und dieses Jahr lagen sie mit ihren Prognosen absolut richtig: Gary Oldman erhielt den Oscar als bester Schauspieler, während seine Kollegin Frances McDormand als beste Hauptdarstellerin geehrt wurde.

 

Oscar Preisträger 2018

Die Oscar-Preisträger 2018: Sam Rockwell, Frances McDormand, Allison Janney und Gary Oldman (Bild: zdf.de)

Kopf-an-Kopf-Rennen beim Oscar für den besten Film

Große Buchmacher wie bwin, William Hill oder interwetten waren sich bis zuletzt uneins, welcher Film in der wichtigsten Kategorie „Best Picture“ (dt. bester Film) das Rennen machen würde. Die beiden Spitzenreiter „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ und „The Shape of Water“ lieferten sich bis zum Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Wettanbieter mal den einen und mal den anderen Anwärter vorne sahen.

Sonntagabend machte schließlich The Shape of Water das Rennen. Der Fantasy-Film von Regisseur Guillermo del Toro verwies damit seinen mitunter höher gehandelten Konkurrenten unter der Regie von Martin McDonagh in die Schranken. The Shape of Water war insgesamt 13 Mal nominiert und gewann neben dem Oscar für den besten Film auch in den Kategorien „Beste Regie“, „Bestes Szenenbild“ und „Beste Filmmusik“. Die Liste der Gewinner in den fünf Hauptkategorien liest sich wie folgt:

Bester Film: The Shape of Water

Bester Schauspieler: Gary Oldman (Darkest Hour)

Beste Schauspielerin: Frances McDormand (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)

Bester Nebendarsteller: Sam Rockwell (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)

Beste Nebendarstellerin: Allison Janney (I, Tonya)

Neben den fünf großen Kategorien wurden auch Filme in weniger bekannten Rubriken ausgezeichnet. So gewann etwa „Blade Runner 2049“ den Oscar für die beste Kameraführung und die besten visuellen Effekte, während „Coco – Lebendiger als das Leben!“ von Disney Pixar als bester Animationsfilm ausgezeichnet wurde.

Als Moderator führte wie auch im Jahr zuvor Jimmy Kimmel durch den Abend. Seine Vorgängerin Ellen DeGeneres, die die Academy Awards 2014 moderiert hatte, geriet erst letzte Woche mit ihrer Pokerleidenschaft in die Schlagzeilen.

NBA-Legende Kobe Bryant gewinnt Oscar

Eine Sensation bei den diesjährigen Academy Awards war der Oscar-Gewinn von Basketball-Superstar Kobe Bryant. Der Ex-Shooting Guard der L.A. Lakers erhielt für seinen Zeichentrickfilm „Dear Basketball“ die Trophäe für den besten animierten Kurzfilm. Zusammen mit Trickfilmzeichner und Regisseur Glen Keane nahm der 39-Jährige, der für das Drehbuch verantwortlich ist, die Auszeichnung entgegen.

Nach dem Ende seiner Profikarriere 2016 widmete sich der Ausnahmesportler ganz seiner Leidenschaft für das Geschichtenerzählen. In „Dear Basketball“ geht es in rund fünf Minuten um die Karriere von Kobe Bryant und seine Liebe zum Basketball. Die Message des Films: Mit Leidenschaft und Durchhaltevermögen ist alles möglich. In seiner Dankesrede gibt der 1,98m-Hühne zu, anfangs nur belächelt und als Story Teller oft nicht ernst genommen worden zu sein:

„Ich kann es noch gar nicht glauben. Als Basketballer erwartet man von uns, dass wir den Mund halten und weiter dribbeln. Ich bin froh, dass wir doch etwas mehr gemacht haben. […] Mein Dank geht an meine Frau Vanessa und an unsere Töchter Natalia, Gianna und Bianka, ihr seid meine Inspiration.“

Kobe Bryant ist einer der erfolgreichsten Basketballer aller Zeiten. Er gewann mit seinem Team fünfmal die NBA-Meisterschaft, kann zwei Olympische Goldmedaillen sein Eigen nennen und wurde mehrmals zum wertvollsten Spieler der NBA gekürt. Nun gehört also auch noch ein Goldjunge zu seiner Sammlung.