GambleAware veröffentlicht Strategie zur Spielsucht­bekämpfung

Veröffentlicht am: 29. April 2021, 03:23 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 30. April 2021, 01:01 Uhr.

Die britische Spielerschutzorganisation GambleAware hat am Mittwoch ihre neue fünfjährige Organisationsstrategie veröffentlicht. Mit dieser solle langfristig das Ziel erreicht werden, die Gesellschaft vor Schäden in Zusammenhang mit pathologischem Glücksspiel zu bewahren, heißt es in der Pressemitteilung [Seite auf Englisch] von GambleAware.

Hand, Wasser, GamgleAware Logo
Die Spielerschutz-Organisation GambleAware hat einen Fünfjahresplan mit Strategien zur Bekämpfung von Spielsucht veröffentlicht. (Bild: pixabay.com, casino.org)

Um diese Vision zu verwirklichen, habe die Wohltätigkeitsorganisation ihre Strategie in vier Hauptziele unterteilt:

  • Bewusstsein: Entwicklung des Bewusstseins und des Verständnisses für Schäden durch exzessives Glücksspiel
  • Zugang: Optimierung des Zugangs zu Hilfsdiensten und Verringerung der Ungleichheit bei Glücksspielschäden
  • Kapazitäten: Aufbau der Kapazitäten bei Gesundheits- und Gemeindediensten, um besser auf durch Spielsucht entstandene Schäden zu reagieren
  • Nationales Zentrum für Spielsuchttherapien: Verbesserung der Kohärenz, Zugänglichkeit, Vielfalt und Wirksamkeit

GambleAware-CEO Zoë Osmond kommentierte, dass die Spielerschutzorganisation mit anderen Organisationen kooperieren müsse, um die Gesellschaft zu erreichen und diese vor Schäden zu schützen.

Mehr Möglichkeiten dank Abgaben seitens der Glücksspiel-Branche

Nach Angaben von GambleAware hätten es die erweiterten finanziellen Verpflichtungen der Glücksspielbranche ermöglicht, sich auf Investitionen zur langfristigen Verhinderung von Schäden durch Glücksspiele zu konzentrieren.

Osmond erklärte:

Dank größerer Finanzierungssicherheit können wir jetzt längerfristige Pläne entwickeln und umsetzen, um auf eine Gesellschaft hinzuarbeiten, in der weniger Menschen Spielschäden erleiden, und um sicherzustellen, dass diejenigen, die betroffen sind, rechtzeitig und effektiv unterstützt werden.

Die strategischen Ansätze bei der Bekämpfung von Spielsucht konzentrierten sich auf die Kooperation mit der Regierung, dem NHS, den öffentlichen Gesundheitsbehörden und den anderen gemeinnützigen Organisationen.

Rund 40 Programme sollen an den Start gehen, mit dem Ziel, vor Schäden schützen, die durch das Glücksspiel verursacht werden. Dazu gehörten neue Projekte wie Schulungsprogramme für Schuldenberater und Glaubensführer. Zudem sollen neue Zentren für Jugendbildung entstehen.

Weiterhin hätten eine gezielte Präventionskampagne für Frauen und Forschungsprogramme in Bezug auf Spielschäden bei Frauen und Minderheitengemeinschaften bereits zu ersten Erfolgen geführt. Bis 2026 wolle GambleAware bedeutende Fortschritte erzielen. Doch auch darüber hinaus wolle die Organisation diese Strategien fortsetzen.