DSDS-Gewinner Jan-Marten Block beichtet jahrelange Gaming-Sucht

Veröffentlicht am: 28. Juli 2021, 12:34 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 28. Juli 2021, 12:34 Uhr.

Jan-Marten Block (25), der Gewinner der diesjährigen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), hat in einem Interview mit BILD über seine Gaming-Sucht berichtet. Block erzählte auch, wie die Musik ihm dabei geholfen habe, den Weg aus der Sucht zu finden, berichtete die BILD am Dienstag.

Jan-Marten Block
DSDS-Gewinner Jan-Marten Block erzählt über seine jahrelange Gaming-Sucht. (Bild: youtube.com)

Seine Gaming-Sucht habe bereits im Alter von vier oder fünf Jahren begonnen, als sein Bruder an Weihnachten 1999 eine Playstation bekommen habe. Heimlich habe er damit auch gespielt, als sein Bruder in der Schule gewesen sei.

Später in der Schule habe er manchmal geschwänzt, um spielen zu können. Den Höhepunkt seiner Sucht habe er während seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten erreicht. Computerspiele seien der Mittelpunkt seines Lebens gewesen.

Meine komplette Freizeit ging fürs Zocken drauf. Wenn ich nach Hause kam, hatte ich sofort den Controller in der Hand. Teilweise habe ich aber auch während der Vorlesungen gezockt, wenn der Dozent nicht so aufmerksam war. (…) Diese virtuelle Welt hat mich komplett aufgesogen. Meine Mutter hat damals oft zu mir gesagt: ‚Jan-Marten, geh‘ doch mal raus in die Sonne!’

Sein Verlangen nach dem Spiel erklärte Block damit, dass er wahrscheinlich einfach seinem Umfeld habe entfliehen wollen. Probleme, mit denen er konfrontiert gewesen sei, habe er mit dem Zocken verdrängen können.

Jan-Marten Block hat mit dem Song „Never Not Try“ die DSDS 2021 gewonnen:

Musik als Weg aus der Sucht

Irgendwann habe er bemerkt, dass er die Kontrolle über sein Leben verloren habe. Er habe seine Freundin verloren und auch die Prüfung zum Physiotherapeuten nicht bestanden.

Er habe gewusst, dass er etwas ändern müsse. Als er eines Tages die Zeit habe überbrücken wollen, bis das nächste Computerspiel geladen sei, habe er zur Gitarre gegriffen.

Dabei habe er festgestellt, dass er auch mit der Musik seine Gefühle verarbeiten könne. Auf diese Weise habe er seine Gaming-Sucht überwinden können. Das Spiel sei heute eine Belohnung.

Block erklärte:

Manchmal zocke ich noch, aber spätestens nach zwei Stunden plagt mich mein schlechtes Gewissen. Ich frage mich dann, was ich alternativ in der Zeit hätte machen können: Texte schreiben, Musik machen, was produzieren. Aber wenn ich bereits was gemacht habe, belohne ich mich noch mal mit einer kleinen Runde Zocken.

Seine Freundin Yasmin zocke auch gern, so Block. Sie hätten auch schon gemeinsam gespielt. Zu Hause hätten sie mehrere Konsolen und einen PC. Doch heute könne er damit gut umgehen.