Squid Game: Wetten um Leben und Tod

Veröffentlicht am: 9. Oktober 2021, 12:04 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 11. Oktober 2021, 10:25 Uhr.

Die koreanische Serie Squid Game auf dem Streaming-Portal Netflix bricht derzeit alle Rekorde. Obwohl die Serie erst am 17. September online gegangen ist, befindet sie sich im Ranking bereits auf dem ersten Platz, berichtete die Süddeutsche Zeitung diese Woche.

Menschenmenge
Großer Hype um die Netflix-Serie Squid Game. (Bild: Netflix.com)

In der neunteiligen Serie, entstanden unter der Federführung des Autors und Regisseurs Hwang Dong-hyuk, geht es um 456 mittellose Menschen, die sich dazu bereiterklären, an Spielen teilzunehmen. Wer es schafft, bei den Spielen zu gewinnen, soll ein Preisgeld in zweistelliger Millionenhöhe erhalten.

Die Kandidaten werden dafür auf eine einsame Insel gebracht, wo sie an Spielen teilnehmen müssen, die sie aus ihrer Kindheit kennen. Was sie aber nicht wissen: Wer ausscheidet, wird auf der Stelle getötet. Die Drahtzieher, die hinter den brutalen Wettbewerben stehen, bleiben den Zuschauern zunächst verborgen.

Die Spiele

Bei den Spielen handelt es sich um einfache Kinderspiele wie Tauziehen oder Murmeln, bei denen die Teilnehmer entweder Geschick oder Kraft unter Beweis stellen können. Bei einem Spiel, dem sogenannten Trittsteinspiel, handelt es sich jedoch um reines Glücksspiel. Die Spieler müssen eine Brücke aus Glasscheiben überqueren.

Dabei besteht die Hälfte aus stabilem Glas, die andere Hälfte ist zerbrechlich. Wer auf zerbrechliches Glas tritt, stürzt ab und stirbt. VIP-Gäste wetten indes darauf, wer es schafft, die Brücke heil zu überqueren.

Die Kluft zwischen Reich und Arm

Die Idee, die hinter Squid Game steckt, ist in der Medienlandschaft im Grunde nichts Neues. So wurde bereits in Erfolgsproduktionen wie die „Tribute von Panem“ oder „Running Man“ gezeigt, wie es sich die reiche Bevölkerungsschicht leistet zu verfolgen, wie sich arme Menschen in Spielen gegenseitig töten.

Dalgona, Hand, Nadel
Die koreanischen Bonbons Dalgonas spielen eine Rolle bei einem Spiel in Squid Game. (Bild: netflix.com)

Dennoch punktet Squid Game mit unerwarteten Twists, die den Zuschauer in den Bann ziehen. Trotz der enormen Brutalität hält sich die Kritik an der Serie in Grenzen.

Vielmehr blicke die Bevölkerung Südkoreas mit Stolz auf die Produktion, die sich darüber freue, dass ein Teil der koreanischen Kultur in die Welt getragen werde, berichtete BR24.

So müssen bei einem Spiel Figuren aus Bonbons, den sogenannten „Dalgonas“, ausgeschnitten werden. Wer es nicht schafft, verliert sein Leben. In Seoul soll sich dieses Spiel bei Kindern großer Beliebtheit erfreuen.

So erklärte die Studentin Lee You-Hee gegenüber BR24:

Ich habe so viel von meinem Vater und meiner Großmutter über die Dalgona Herausforderung gehört und war neugierig. Ich bin stolz, dass so viele Menschen in anderen Ländern diese Bonbons nun auch kennen.

Auch für An Yong-Hui, der Dalgonas an einem Straßenstand verkauft, dürfte sich der Erfolg der Serie auszahlen. Nachdem er etwa 700 Dalgonas für Squid Game produziert hatte, habe er sich vor Anfragen kaum noch retten können.