Branchenvertreter fordern Aufhebung der Restriktionen für schottische Buchmacher

Veröffentlicht am: 6. Juli 2020, 01:51 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 6. Juli 2020, 02:12 Uhr.

Die 900 Wettbüros in Schottland durften am 29. Juni wieder ihre Pforten öffnen, allerdings mit starken Einschränkungen. Der britische Wett- und Glücksspielrat (Betting and Gaming Council – BGC) fordert nun die Aufhebung der “drakonischen” Regelungen, da diese das Comeback der schottischen Buchmacher erheblich beeinträchtigten.

Buchmacher William Hill
BGC fordert Aufhebung der Einschränkungen für schottische Buchmacher. (Bild: flickr.com, Ben Sutherland, CC BY 2.0)

Schottlands Erste Ministerin Nicola Sturgeon (Scottish National Party) führte in letzter Minute vor der Wiedereröffnung einige Regeln ein, die weitaus strenger sind als in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs.

Nach den neuen Vorgaben dürfen keine Live-Übertragungen gezeigt werden. Auch mussten Sitzgelegenheiten entfernt werden. Auf diese Weise solle vermieden werden, dass sich Gruppen von Menschen versammeln, um beispielsweise gemeinsam ein Spiel zu verfolgen.

Tausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

Der BGC [Seite auf Englisch] fordert nun die schottische Regierung dazu auf, dringend ihre Wiedereröffnungsbedingungen für Wettbüros zu überdenken. 4.500 Menschen seien dem Risiko ausgesetzt, ihre Beschäftigung zu verlieren.

Der Branche werde auf diese Weise großer Schaden zugefügt. Der BGC schätze, dass die Umsätze nach der Wiedereröffnung nach der Covid-19-Pandemie um 95 % gesunken seien.

Außerdem befürchte der BGC negative Auswirkungen auf den schottischen Rennsport, der auf Zahlungen für die Medienrechte für die Übertragung der Live-Veranstaltungen angewiesen sei. Aufgrund des Fernsehverbots in den Wettbüros entstünden hieraus derzeit keine Einnahmen.

Michael Dugher, der Vorsitzende des BGC, forderte Sturgeon auf, sofort zu handeln:

Unsere Mitglieder warnten im Voraus, dass die von der schottischen Regierung vorgeschlagenen drakonischen Beschränkungen unnötig seien und verheerende Auswirkungen auf ihre Geschäfte haben würden – leider haben sie sich als richtig erwiesen.

Dugher sagte weiter, dass die Maßnahmen, mit denen die schottischen Wettbüros konfrontiert seien, weitaus strenger seien als in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs.

Wettbüros in anderen Teilen Großbritanniens hätten mit Anti-Covid-19-Maßnahmen wie der Bereitstellung von Desinfektionsmitteln und Abstandsregelungen sicher wiedereröffnet. Dugher forderte von der Ministerin, die Vorgaben für schottische Wettbüros entsprechend abzuändern, bevor es zu spät sei.