Die Wettprognosen der Buchmacher haben sich bewahrheitet: Bereits zum Auftakt der Olympischen Winterspiele gab es viermal Gold für die deutschen Athleten. Die beiden hoch gehandelten Biathleten Laura Dahlmeier und Arnd Pfeiffer holten jeweils Gold im Sprint und in der Verfolgung, während Andreas Wellinger bei den Skispringern triumphierte.

Biathletin Laura Dahlmeier mit ihren Skiern

Biathletin Laura Dahlmeier hat Olympia-Gold geholt. (Bild: zdf.de)

Deutschland führt Medaillenspiegel an

Für die deutsche Delegation handelt es sich um den erfolgreichsten Olympiaauftakt seit 46 Jahren. Mit vier Goldmedaillen an Starttag 1, 2 und 3 sowie einer Bronzemedaille bei den Rodlern führt Deutschland den Medaillenspiegel noch vor den Niederlanden und den USA an. Als Topfavorit für die Pole Position im Medaillenspiegel war ursprünglich Norwegen ins Rennen gegangen. Die aktuelle Tabelle gestaltet sich so:

Deutschland: 4-0-1

Niederlande: 2-2-1

USA: 2-1-1

Norwegen rangiert aktuell auf Platz 4. Bereits im Vorfeld zu den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang hatten fast alle namhaften Buchmacher neben Quoten für den Anführer des Medaillenspiegels auch diverse Wettmärkte für die einzelnen Wettkämpfe im Angebot.

Laura Dahlmeier holt deutsches Doppelgold

Die 24-Jährige Laura Dahlmeier war die unangefochtene Favoritin aller großen Buchmacher und hat nicht enttäuscht. Wie erwartet, holte sie gleich an Tag 1 Gold im Sprint auf 7,5 km und hatte auch an Tag 3 bei der Verfolgung klar die Nase vorn. Ihr Kollege Arnd Peiffer tat es ihr gleich und konnte zum Auftakt bei den Herren überzeugen. Im Biathlon Sprint gewann der 30-Jährige Gold.

Andreas Wellinger, der sich nicht nur bei den Buchmachern, sondern auch in der Qualifikation als Medaillenkandidat entpuppt hatte, holte auf der Normalschanze der Skispringer ebenfalls Gold. Rodler Johannes Ludwig bejubelte währenddessen seine Bronzemedaille im Einsitzer und überrascht damit die Experten, die den 31-Jährigen gar nicht auf dem Schirm hatten. Dennoch konnte er schließlich den dritten Platz machen. Als Favorit war der deutsche Felix Loch gestartet, der nach einem Fehler im Eiskanal jedoch nur noch den 5. Platz belegte. 88 Entscheidungen stehen nun noch aus.

Ex-Olympionikin baut Poker-Imperium auf

Eine ehemalige Profisportlerin, die nach einem abrupten Karriereende notgedrungen umsatteln musste, ist Molly Bloom. Die US-Amerikanerin aus Colorado galt als große Hoffnung der Vereinigten Staaten für die Olympischen Winterspiele und war die amtierende Nummer 3 Nordamerikas im Freestyle. Nach einer sturzbedingten Verletzung musste sie ihre Karriere jedoch vorzeitig beenden.

Molly Bloom zog daraufhin nach Los Angeles und später nach New York, wo sie sich jeweils einen Namen in der Underground Pokerszene machte. Als Veranstalterin exklusiver High Stakes Poker Events für Hollywoodstars, Sportler, Politiker und Wirtschaftsbosse baute sie ein millionenschweres Poker-Imperium auf. Als die russische Mafia ihr Spiel infiltrierte und das FBI auf sie aufmerksam wurde, endete ihre Karriere vor Gericht. Dieses sah jedoch keine Schuld bei der heute 39-Jährigen und entschied lediglich auf eine Bewährungsstrafe.

Molly’s Game ab März im Kino

Molly Blooms Geschichte wurde 2017 unter dem Titel „Molly’s Game“ verfilmt. Die Produktion wurde hochgelobt und ist sogar für einen Oscar für das beste Drehbuch nominiert. In den Hauptrollen brillieren Jessica Chastain als Molly Bloom und Idris Elba als ihr Anwalt. Am 8. März kommt der Film auch endlich in die deutschen Kinos.