Britische Wettbewerbs­behörde gibt grünes Licht für Flutter-Stars-Fusion

Veröffentlicht am: 1. April 2020, 01:22 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 1. April 2020, 01:22 Uhr.

Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hat am Dienstag bekanntgegeben, dass der geplante Zusammenschluss von Flutter Entertainment und The Stars Group (TSG) den Wettbewerb auf den Märkten in Großbritannien nicht negativ beeinflussen werde.

Frau, Daumen hoch
Fusion zwischen The Stars Group und Flutter: Britische Aufsichtsbehörde gibt Zustimmung. (Bild: pixabay.com)

Nach Bekanntgabe der Zustimmung der Competition and Markets Authority [Seite auf Englisch] sind die Aktienkurse des in Großbritannien notierten Konzerns Flutter Entertainment und der in Toronto gelisteten TSG stark angestiegen.

TSG und Flutter Entertainment haben am 2. Oktober 2019 ihre Fusionspläne mit einem Gesamtwert von 10 Mrd. Pfund Sterling (11,2 Mrd. Euro) bekanntgegeben. Im Februar dieses Jahres leitete die CMA Untersuchungen ein, ob die Elefantenhochzeit sich negativ auf den Wettbewerb auf dem britischen Glücksspiel- und Sportwetten-Markt auswirken könnte.

Das Portfolio der „Combined Group“ wird nach Abschluss des Fusionsprozesses voraussichtlich rund 40 % des britischen Marktes abdecken. Die Unternehmen sind zwei der wichtigsten Online-Wettmarken in Großbritannien mit einem Gesamtumsatz von 1,5 Mrd. GBP. Flutter besitzt Paddy Power und Betfair, TSG betreibt Sky Bet.

Fusion zwischen Flutter und TSG bringt keine Nachteile für die Kunden

Die Untersuchung der CMA konzentrierte sich insbesondere darauf, ob den Kunden, die Wetten online platzieren möchten, aufgrund des Zusammenschlusses weniger günstige Quoten, weniger großzügige Werbeaktionen oder Produkte von schlechterer Qualität angeboten werden könnten.

Online-Wettunternehmen konkurrierten stark um Kunden, stellte die CMA fest. Neben Flutter und TSG gebe es eine Reihe Anbieter, zum Beispiel bet365, GVC Holdings und William Hill, bei denen die Spieler ebenfalls Konten eröffneten.

Zwar arbeiteten die fusionierten Unternehmen eng zusammen, dies habe nach Ansicht der Behörde jedoch keinen negativen Einfluss auf das Online-Wettangebot.

Peter Jackson, CEO von Flutter, kommentiert:

„Die heutige Ankündigung der CMA markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Abschluss unserer geplanten Fusion mit The Stars Group. Wir arbeiten weiterhin mit den verbleibenden internationalen Regulierungsbehörden zusammen, um die letzten der ausstehenden Genehmigungen zu erhalten. […] “

Auch TSG begrüßte die Entscheidung der Marktaufsichtsbehörde und erklärte in seiner Pressemitteilung, dass TSG und Flutter weiterhin am Abschluss der Fusion arbeiteten.

Die nächsten Schritte seien unter anderem die Zustimmungen der Aktionäre von Flutter und TSG, der britischen Finanzbehörden sowie die Genehmigungen von London Stock Exchange und Euronext Dublin, um das Prozedere abzuschließen.