Stefanos Tsitsipas Wettfavorit beim Endspiel der ATP-Finals 2019

Veröffentlicht am: 17. November 2019, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 17. November 2019, 08:40 Uhr.

Beim Kampf um den Titel der ATP-Finals 2019 stehen sich heute Nachmittag Stefanos Tsitsipas und Dominic Thiem gegenüber. Mit einer Quote von 1:1,9 ist Tsitsipas bei den Buchmachern favorisiert (Dominic Thiem: 1:3,2).

ATP Finals 2019
Dominic Thiem und Stefanos Tsitsipas stehen im Finale (Bild: atptour.com)

Favoriten teilweise früh ausgeschieden

Mit ihrem bisherigen Verlauf haben die ATP-Finals 2019 Experten und Wettfreunde gleichermaßen überrascht. Schließlich lag zu Beginn des Turniers Novak Djokovic mit einer Quote von 1:2,0 noch weit vor dem zweitplatzierten Dominic Thiem (1:4,3).

Wettquoten vor Turnierbeginn:

  1. Novak Djokovic (1:2,0)
  2. Dominic Thiem (1:4,3)
  3. Alexander Zverev (1:8,0)
  4. Stefanos Tsitsipas (1:9,0)
  5. Daniil Medvedev (1:10,0)
  6. Roger Federer (1:10,0)
  7. Rafael Nadal (1:17,0)
  8. Matteo Berrettini (1:22,0)

 

Doch bereits nach der Gruppenphase hatte sich der Topfavorit aus dem Turnier verabschiedet: Im entscheidend Spiel verlor er in drei Sätzen gegen Roger Federer, der durch diesen Sieg ins Halbfinale einzog. Dort traf der Schweizer auf Stefanos Tsitsipas, gegen den er glatt in zwei Sätzen verlor. Damit verspielte Federer die Chance auf einen siebten Triumph in diesem Wettbewerb.

In der zweiten Halbfinalpartie standen sich Vorjahressieger Alexander Zverev aus Hamburg und der Österreicher Dominic Thiem gegenüber. Thiem entschied das Match glatt in zwei Sätzen für sich

Die Buchmacher haben auf die veränderte Ausgangslage rasch reagiert und sehen Thiem eindeutig vorn. Doch dieser Tipp ist alles andere als sicher, denn dass sich die Wettfreunde leicht verschätzen können, haben die diesjährigen ATP-Finals bereits hinlänglich bewiesen.

Somit wird erst heute Abend bestehen, wer neben dem Siegerpokal das millionenschwere Preisgeld mit nach Hause nehmen darf. Sicher ist, dass es beim letzten Höhepunkt des Tennisjahres nicht der Titelverteidiger sein wird.

Turnier mit Geschichte

Die ATP-Finals sind das letzte große Tennisturnier des Jahres. Veranstaltungsort ist die O2-Arena in London, wo heute vor 20.000 Zuschauern der neue ATP-Champion gekürt wird. Neben dem prestigeträchtigen Titel geht es dabei um viel Geld, denn das Turnier ist mit insgesamt 8 Millionen US-Dollar dotiert.

Die ATP-Finals werden in dieser Form seit 2009 in London ausgetragen. Doch der Wettkampf kann auf eine weitaus längere Geschichte zurückblicken, denn er wurde 1970 erstmals unter dem Titel Masters Grand Prix veranstaltet.

Mit sechs Titeln ist Roger Federer Rekordsieger, wobei der bereits ausgeschiedene fünfmalige Titelträger Novak Djokovic in diesem Jahr zu ihm hätte aufschließen können. Mit Boris Becker (drei Erfolge) und Michael Stich (ein Sieg) konnten sich neben Vorjahressieger Alexander Zverev bereits zwei weitere Deutsche in die Gewinnerliste eintragen.

Das Preisgeld wird unter den besten acht Spielern sowie den besten acht Doppel-Paaren der Weltrangliste ausgeschüttet. Dabei können die Einzelspieler den Löwenanteil für sich beanspruchen: Während der Sieger einen Scheck über 1,785 Millionen US-Dollar erhält, fallen für die Doppel-Gewinner vergleichsweise magere 284.000 US-Dollar ab, die sie sich zudem noch teilen müssen.

Spannendes Doppelfinale

Alexander Zverev Finals
Der Titelverteidiger (Bild: atptour.com)

Vor dem Einzelfinale findet das Duell der Doppel-Spezialisten Raven Klaasen (Südafrika) und Michael Venus (Australien) gegen das französische Doppel Nicolas Mahut sowie Pierre-Hugues Herbert statt. Im gestrigen Halbfinale zeigten dabei insbesondere Raven Klaasen und Michael Venus gegen das kolumbianischen Spitzen-Duo Robert Farah und Juan Sebastián Cabal eine kämpferische Leistung, mit der sie die an Nummer eins gesetzten Südamerikaner knapp besiegten.

Mit den French Open-Siegern Kevin Krawietz und Andreas Mies hatten sich auch zwei deutsche Spieler für die ATP-Finals qualifiziert. Nach ihrem Auftaktsieg verloren die beiden Tennisprofis jedoch die beiden folgenden Matches, sodass sie am Freitag in der Vorrunde ausschieden.

Die nachher anstehenden Duelle läuten langsam, aber sicher den Abschied der ATP-Finals aus Großbritanniens Hauptstadt ein, wo das Turnier seit neun Jahren gastierte. Im kommenden Jahr werden die weltbesten Spieler dort zwar noch einmal antreten, doch ab 2021 wird die norditalienische Millionenmetropole Turin neuer Austragungsort der ATP-Finals.