Hindus in den USA kritisieren Amazon wegen Ganesha Spielkarten

Veröffentlicht am: 29. März 2020, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 27. März 2020, 12:51 Uhr.

Amazon UK hat in der vergangenen Woche bei Hindus in den USA Kritik ausgelöst. Stein des Anstoßes sollen Abbildungen des Hindu-Gottes Ganesha auf den in den USA hergestellten Spielkarten “Ganesha Playing Card Deck” und “Elephant Head God Lord Ganesha Spielkarten Deck” gewesen sein.

Elefantengott Ganesha
Hinduistische Glaubensgemeinschaft kritisiert Ganesha-Abbildungen auf Spielkarten. (Bild: pixabay.com)

Rajan Zed, der Präsident der Universal Society of Hinduism aus Nevada, habe laut einer Pressemitteilung [Seite auf Englisch] die Karten bei Amazon UK gesehen und sich umgehend mit der Forderung an Doug Gurr, Country Manager von Amazon UK, gewandt, die Spielkarten aus dem Sortiment zu entfernen und sich zu entschuldigen.

Wer ist Lord Ganesha?

Der Hindu-Gott Ganesha mit dem Kopf eines Elefanten steht für Weisheit, Wohlstand, Erfolg, Bildung und Wissen. Ganesha schützt vor dem Bösen, vor Stolz und vor Eitelkeit. Diese Merkmale machen ihn zu einer der beliebtesten Gottheiten des Hinduismus.

Verbindung der Hindu-Gottheiten zum Glücksspiel ist unangemessen

Laut Zed sei die Abbildung Ganeshas auf Spielkarten höchst unangemessen. Der hinduistische Gott solle in Tempeln und Hausaltären verehrt werden. Die Verwendung hinduistischer Götter oder Symbole für kommerzielle oder ähnliche Zwecke sei nicht richtig und schade der Religionsgemeinschaft.

Zed erklärte:

„Diese Trivialisierung der hinduistischen Gottheit verstört Hindus auf der ganzen Welt. Hindus sind sehr offen der künstlerischen Freiheit und der freien Rede gegenüber, genau wie jeder andere, wenn nicht mehr. Aber der Glaube ist etwas Heiliges und Versuche, ihn zu trivialisieren, verletzen die Gläubigen.“

Die Abbildung des Gottes Ganesha auf Spielkarten war übrigens nicht das erste Mal der Auslöser für Kritik seitens der Glaubensgemeinschaft. Im Sommer letzten Jahres sah sich der maltesische Softwarehersteller Pocket Games Soft (PG Soft) dazu gezwungen, sein 3D-Video-Slot-Spiel „Ganesha Gold“ nach einer Beschwerde von Rajan Zed zurückzuziehen.

Zed drängte damals auch auf die Intervention des maltesischen Parlamentssekretärs für Finanzdienstleistungen, Silvio Schembri, der Vorstandsvorsitzenden der Malta Gaming Authority (MGA), Marlene Seychell, und des MGA-CEO Heathcliff Farrugia. Die MGA solle lizenzierte Spiele besser überwachen und die Integrität der Spiele und Spielgeräte gewährleisten.