Großbritannien: Politik und Wirtschaft unterstützen Safer Gambling Week 2020

Veröffentlicht am: 9. November 2020, 02:01 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 9. November 2020, 02:01 Uhr.

Die Safer Gambling Week bekommt in diesem Jahr hochrangige Unterstützung aus der britischen Politik und Wirtschaft. So erfahre die vom 19. bis zum 25. November stattfindende Aktionswoche für sicheres Glücksspiel den Beistand von Sport- und Tourismus-Minister Nigel Huddleston, berichtet das Nachrichtenportal Your Harlow (Link auf Englisch).

Safer Gambling Week 2020 Media Post
Die Safer Gambling Week 2020 soll für sicheres Glücksspiel werben. (Quelle: Safer Gambling Week Mediakit)

Außerdem unterstützten Glücksspiel-Verbände wie der Betting and Gaming Council (BGC), die Bingo Association (BA) und die British Amusement Catering Trade Association (Bacta) das Projekt.

Im Rahmen der Safer Gambling Week werden Strategien für sicheres Glücksspiel diskutiert. Überdies geht es um die Erarbeitung und Evaluierung von Spielerschutzkonzepten sowie die bessere Beratung von Betroffenen.

Minister fordert mehr Verantwortung

In Zusammenhang mit der bevorstehenden Safer Gambling Week habe Nigel Huddleston die Bedeutung des Spielerschutzes in Großbritannien betont. Dieser müsse von den Glücksspielanbietern besonders geachtet werden, um gefährdeten Verbrauchern zu helfen:

Glücksspielanbieter haben die Verantwortung, Kunden vor Schaden zu schützen. Ich freue mich, dass die Branche zusammenkommt, um die Bedeutung einer klaren und konsistenten Botschaft für sicheres Glücksspiel zu begreifen und denjenigen zu helfen, die sie benötigen, um Unterstützung zu finden.

Diese Ansicht teile auch die Bacta. Laut dem Branchenverband sei die Safer Gambling Week „eine großartige Gelegenheit“, um Konsumenten über die Gefahren des Glückspiels aufzuklären. Zudem könne die Branche darüber sprechen, wie man das Glücksspiel sicherer machen könne.

Grund zur Sorge für Branche und Politik

Die Safer Gambling Week kommt zu einer Zeit, in der in Großbritannien intensiv über die negativen Folgen des Glücksspiels diskutiert wird. Laut einer aktuellen Erhebung des Umfrageinstituts YouGov zeigten geschätzte 1,4 Millionen Briten ein problematisches Verhältnis zum Glücksspiel.

Erst Anfang des Monats hatte der National Gambling Treatment Service seinen Jahresbericht 2010/2020 veröffentlicht und darin besorgniserregende Spielertendenzen festgestellt. So sei der Prozentteil der Problemspieler, die im Zeitraum von 2015 bis 2020 an Online-Glücksspielen teilgenommen hätten, von 57 % auf 69 % angewachsen.

Das Glücksspiel schade der Problemgruppe finanziell und emotional. Viele Problemspieler seien verschuldet oder hätten aufgrund ihres Spielverhaltens persönliche Beziehungen verloren.