Deepfake-Video macht Influencerin zur Glücksspiel-Werbefigur
Posted on: 01/08/2025, 08:10h.
Last updated on: 01/08/2025, 08:15h.
- Malaysische Influencerin macht als Deepfake Werbung für illegales Glücksspiel.
- Unbekannte nutzten einen realen Livestream von ihr, den sie per KI veränderten.
- Online-Glücksspiel ist in dem muslimischen Land streng verboten.
Welche Gefahr von Deepfake-Videos ausgehen kann, erlebte eine Influencerin aus Malaysia gerade am eigenen Leibe, als sie von Unbekannten als Werbefigur für das Online-Glücksspiel missbraucht wurde. Dabei setzten die Kriminellen auf künstliche Intelligenz, um eine täuschend real aussehende Fälschung der Internet-Bekanntheit Yi Pin zu erstellen.

In dem manipulierten Deepfake-Video wird der Eindruck erweckt, als dass die Influencerin aktiv Werbung für eine illegale Plattform für Online-Glücksspiel bereit. Aufgrund ihrer Prominenz ging das Video schnell viral und wurde in den sozialen Medien tausendfach verbreitet.
Für den jungen Internet-Star eine gefährliche Entwicklung, denn in Malaysia stehen hohe Strafen auf Organisation oder auch nur Teilnahme am verbotenen Glücksspiel. Aus diesem Grund wandte sich Yi Pin umgehend an die Behörden.
Dementi zum Selbstschutz
Sie erklärte, die Anzeige bei der Polizei sei zu ihrem eigenen Schutz notwendig. Zugleich forderte sie eine sofortige Untersuchung, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. In einem Statement machte sie deutlich:
Ich habe mich nie an Glücksspielaktivitäten beteiligt, geschweige denn für sie geworben. Eine solche Handlung hat meinen Ruf und meine Würde beschädigt.
Yi Pins Rechtsbeistand Wynson Ong erklärte, Beschwerde bei der Kommunikationsbehörde des Landes einreichen zu wollen. Darin werde er im Namen seiner Mandantin die umgehende Entfernung des manipulierten Videos und der damit verbundenen Inhalte beantragen.
Ong ergänzte:
Es handelt sich um ein ernstes Problem der Cybersicherheit und der Gesellschaft. Die Öffentlichkeit muss lernen, zwischen echten und gefälschten Inhalten zu unterscheiden.
Angesichts des Vorfalls machten die Behörden die Öffentlichkeit darauf aufmerksam, Online-Anzeigen oder Social-Media-Beiträgen mit Prominenten oder Influencern nicht blind zu vertrauen. Das gelte gerade, wenn die Betroffenen Werbung für illegales Glücksspiel oder andere verbotene Aktivitäten machen.
Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, verdächtige Anzeigen zu melden und Klicks auf die unbekannten Links zu vermeiden. Ansonsten setzten sich die Menschen einem erhöhten Risiko von Betrug oder Datendiebstahl aus.
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