Kleines Glücksspiel: WKO-Vorarlberg plädiert für Spielautomaten
Posted on: 29/08/2025, 04:29h.
Last updated on: 29/08/2025, 04:29h.
- In Vorarlberg könnte kleines Glücksspiel an Spielautomaten künftig erlaubt sein.
- Die Wirtschaftskammer des österreichischen Bundeslands spricht sich für Legalisierung aus.
- Spielerschutz und Millioneneinnahmen für den Staat als Gründe genannt.
In vielen Regionen Österreichs ist das Automatenspiel verboten. Das gilt auch für das Vorarlberg, in dem kleines Glücksspiel an Spielautomaten ebenfalls illegal ist. Das könnte sich allerdings ändern, denn die Wirtschaftskammer des Bundeslands (WKO) spricht sich nun für eine Genehmigung aus.

Am Freitag brachte die WKO eine Regulierung des kleinen Glücksspiels in Vorarlberg ins Spiel. Die Kommission beruft sich dabei auf die Beispiele aus fünf anderen Bundesländern. Dort ist die Legalisierung der Automaten bereits umgesetzt bzw. ab 2026 vorgesehen.
Zur Begründung führt die WKO mehrere Gründe an. Zum einen gehören dazu die zu erwartenden staatlichen Mehreinnahmen durch Glücksspielabgaben. Im Falle einer Genehmigung könnte mit jährlich siebenstelligen Beträgen gerechnet werden.
Die WKO erklärt dazu:
Mit der Einführung einer eigenen Automatenlizenzierung könnten jährlich rund 2,5 Millionen Euro direkt in den Landeshaushalt fließen. Hinzukämen Erträge aus der Bundesabgabe, sodass insgesamt mehr als vier Millionen Euro aus dem kleinen Glücksspiel der öffentlichen Hand zugutekämen.
Dies sei insbesondere angesichts der aktuellen Sparmaßnahmen nötig. Die Genehmigung von Spielstätten könnte den Landeshaushalt spürbar stärken und die geplanten Einschnitte in Bereichen wie Kultur oder Sport abmildern. Ein Prozentsatz der Bruttospielerträge soll zudem in Suchthilfe, Präventions- und Schulprojekte sowie die Glücksspielforschung fließen.
Bekämpfung des illegalen Angebots
Die durch die Legalisierung generierten Gelder würden zudem nicht länger an illegale Betreiber gehen. Auf diese Weise könne Vorarlberg mit einer „strikt kontrollierten Lizenzierung gleichzeitig seine Einnahmen stabilisieren, Abflüsse ins Ausland reduzieren und den Schutz der Spielerinnen und Spieler substanziell verbessern“, so Pierre Mitternöckler, Sprecher der Sportwetten-Anbieter.
Voraussetzung für die Lizenzierung wäre, weiter hohe Spielerschutzstandards zu gewährleisten. Demnach müssten Konzessionäre zu strengen Zugangskontrollen verpflichtet werden. Hinzukommen Mindestabstände zu Schulen sowie eine Begrenzung der Spielstätten. Auch Einsatzlimits bieten einen guten Schutz. In Salzburg wurden diese bspw. pro Spiel auf 5 Euro festgelegt.
Die WKO schätzt, dass es in Vorarlberg außerhalb von Casinos über 1.000 illegale Spielautomaten gibt. Sie beziffert den dadurch entstandene steuerlichen Schaden auf über 20 Mio. Euro. Im Gegenzug könnten die lizenzierten Anbieter die Nachfrage vom illegalen Bereich abziehen. Ob und wann es zu einer Umsetzung des WKO-Vorschlags kommt, liegt nun an der Landespolitik.
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