Spaniens Glücks­spiel­behörde star­tet Eva­luierung von Spieler­schutz-Tools

Posted on: 29/08/2025, 02:53h. 

Last updated on: 28/08/2025, 04:01h.

  • Die spanische Glücksspielbehörde hat mit der Entwicklung von Tools für den Online-Spielerschutz begonnen.
  • Einrichtung dieser Tools ist den Online-Glücksspielanbietern gesetzlich vorgeschrieben.
  • DGOJ nennt den Schutz von gefährdeten Spielern als vorrangiges Ziel.

Auch in Spanien sollen Spielerschutz-Tools dazu beitragen, insbesondere Problemspieler vor den Risiken des Online-Spiels zu schützen. Um für größtmögliche Wirksamkeit zu sorgen, beginnt die Glücksspielbehörde DGOJ nun mit der Evaluierung von passenden Maßnahmen.

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Die Online-Tools müssen bis Mai 2027 umgesetzt sein (Bild: DGOJ)

Laut Behörde hat das Gesetz zur Regulierung des Online-Glücksspiels die Prävention von Suchtverhalten sowie den Schutz der Rechte schutzbedürftiger Teilnehmer oder Risikogruppen zum Ziel. Zu dessen Umsetzung sind die Online-Anbieter angehalten, die passenden Bedingungen für ein verantwortungsbewusstes Spielen und den Schutz der Verbraucher festzulegen.

Dazu sind sie gesetzlich verpflichtet, sichere Spielumgebungen zu schaffen. Hierzu gehören bspw. Tools, die es ermöglichen, risikoreiches Spielverhalten zu erkennen. Um dies zu gewährleisten, setzte die DGOJ in dieser Woche ein Verfahren in Gang. Dabei erklärte sie:

Um den oben genannten Bestimmungen nachzukommen, zielt der Entwurf, der nun zur öffentlichen Information vorgelegt wird, darauf ab, einen Mechanismus zur Erkennung von Risikoverhalten mit gemeinsamen Kriterien und Schwellenwerten festzulegen, der für alle Betreiber verbindlich gilt, sodass eine einheitliche Kategorisierung der Gruppe der Risikospieler unabhängig davon möglich ist, bei welchem Betreiber die teilnehmende Person spielt.

Zunächst geht es dabei darum, alle beteiligten Interessengruppen zusammenzubringen und einen Austausch über die effektiven Maßnahmen zu starten. Spielerschützer, Juristen und Glücksspielunternehmen sind also eingeladen, der Behörde ihre Vorschläge und Ideen bis Ende September 2025 zu unterbreiten.

Einführung der Tools erst später

Für das eingeleitete Informationsverfahren hat die Behörde ausreichend Zeit veranschlagt. Das führt allerdings dazu, dass mit einer baldigen Einführung der Spielerschutz-Tools für das Online-Glücksspiel nicht zu rechnen ist.

Die Ergänzung zum Glücksspielgesetz vom Mai 2025 sieht vor, dass die Maßnahmen „innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Dekrets“ anzuwenden sind. Damit könnte es noch bis Mai 2027 dauern, ehe die Tools von den Betreibern vollumfänglich live geschaltet wurden.

Zu den Faktoren, die auf potenzielles Problemspiel hindeuten, gehören Intensität des Online-Spiels, Kontrollverlust sowie die Zunahme der Aktivitäten. Darüber hinaus sind die vom Betreiber geschaffenen Umgebungen und Spielfunktionen mitentscheidend für die Entstehung von Gefahren.