Texanische Frau erhält Teil ihres 83 Mio. USD Lottogewinns zugesprochen
Posted on: 05/08/2025, 04:20h.
Last updated on: 04/08/2025, 04:24h.
- In Texas erhält eine Frau nach langem Tauziehen gut 50 % von ihrem millionenschweren Lottogewinn.
- Die Lottospielerin hatte im Februar bei der texanischen Lotterie den Jackpot geknackt.
- Kristen Moriarty muss auf den Gewinn 1 Mio. USD Steuern bezahlen.
Für eine Lottospielerin hat ein monatelanges juristischen Tauziehen um die Auszahlung ihres Gewinns in dem US-Bundesstaat offensichtlich ein gutes Ende genommen. Kristen Moriarty hatte im Februar dieses Jahres den 83,5 Mio. USD schweren Jackpot der Texas Lottery geknackt.
Anstatt den Gewinn ausgiebig feiern können, stellte sich bei der Lottospielerin jedoch schnell Ernüchterung ein. Die getrübte Stimmung lag an der Art des Kaufs des Lottoscheins. Diesen hatte sie nicht selbst erworben, sondern über einen Drittanbieter gekauft.
In vielen Regionen der USA ist es gängige Praxis, das Unternehmen als Dienstleister beim Kauf von Lottoscheinen fungieren. Diese erwerben über Vertreter in den Annahmestellen zum Teil Tausende von Losen, die dann mit einem geringen Aufschlag an andere Spieler, die bspw. nicht dort Ort sein können, weiterverkaufen. Durch die teils Millionen erworbenen Scheine erhöhen die Dienstleister die Chancen, ein Jackpotlos zu verkaufen, was ihre Attraktivität für Kunden ausmacht. Dieses System ist mittlerweile sehr umstritten und in einigen Regionen der USA bereits verboten.
Aufgrund des kritisierten Einkaufswegs weigerte sich der Betreiber aus Texas zunächst, den Lottogewinn an die Frau auszuzahlen. Der Fall schlug im Frühjahr große Wellen, nachdem sich auch der texanische Vizegouverneur Dan Patrick einschaltete.
Der einflussreiche Politiker verurteilte die Vergabepraxis, die viele normale Spieler um ihre Gewinnchancen bringe. Zugleich wurde der Stopp von Auszahlungen verordnet, die auf diesen Vertriebsweg zurückzuführen sind.
Gutes Ende des juristischen Streits?
Die Lottospielerin, die sich um ihren Gewinn betrogen sah, schaltete daraufhin einen Rechtsbeistand ein. Offensichtlich mit Erfolg, denn laut Medienberichten kam es nun zu einer vergleichsweise gütlichen Einigung zwischen Klägerin und Lotterie.
Demnach erhält Moriarty 46 Mio. USD und damit gut die Hälfte der ursprünglichen Gewinnsumme. Vor wenigen Wochen hatte es anscheinend noch nicht nach einer Einigung ausgesehen. Damals erklärte eine frustrierte Moriarty gegenüber Medien:
Ich habe das Vertrauen in unsere gewählten Politiker verloren. Und ja, ich weiß wirklich nicht, was ich sonst noch sagen könnte, was ich laut aussprechen könnte.
Für die Spielerin scheint die Angelegenheit damit ein gutes Ende genommen zu haben. Vergleichbare Gewinne wird es zumindest in Texas künftig jedoch nicht mehr geben.
Als Reaktion auf den Fall verboten die Behörden den Verkauf von mehr als 100 Lottoscheinen an einzelne Personen. Das Geschäft der Drittanbieter dürfte damit erheblich erschwert worden sein.
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