Nevada erlaubt Wetten auf E-Sport-Kampfspiel Counter Strike

Veröffentlicht am: 27. März 2020, 11:01 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 27. März 2020, 11:20 Uhr.

Um die brenzlige Lage der Glücksspielanbieter in Nevada zu entspannen, hat die Glücksspielaufsicht des Bundesstaates verkündet, dass von nun an Wetten auf die von der ESL Pro League veranstalteten Matches des Games Counter-Strike: Global Operations (CS:GO) abgeschlossen werden dürfen.

Szene Counter Strike
In Nevada darf nun auf Counter Strike gewettet werden (Bild: valvesoftware.com)

Diverse Wetten genehmigt

Damit ist es E-Sport-Fans künftig erlaubt, auf die Gewinner der einzelnen Partien, Tagessieger und den Meister der CS:GO-Saison zu setzen. Darüber hinausgehende Wetten, wie beispielsweise zu Erfolgsstatistiken einzelner Spieler, seien davon ausgeschlossen und müssten zuvor einen eigenen Genehmigungsprozess durchlaufen, so die Behörde.

Das zu den sogenannten Ego-Shootern zählende CS:GO gehört zu den umstrittensten Games der Spielbranche. Die Kritik entzündet sich dabei vor allem an den realistischen Tötungsszenarien, die die Gamer bestreiten, während sie mit ihren Teams versuchen, die gegnerischen Kämpfer zu besiegen. Aus diesem Grund ist das 2008 auf den Markt gekommene Spiel hierzulande erst ab 16 Jahren freigegeben.

Die Genehmigung von CS:GO-Wetten ist in dieser Woche schon die zweite Maßnahme von Nevadas Glücksspielbehörde, um das krisengeplagte Glücksspielgeschäft zu unterstützen.

Zuvor hatte sie den Buchmachern bereits die Erlaubnis zur Annahme von Wetten auf das Kandidatenturnier der kommenden Schach-WM gegeben. Nennenswerte Umsätze dürften die Anbieter hier jedoch vorerst nicht erwarten, denn auch dieses Turnier wurde coronabedingt unterbrochen.

Lob von den Glücksspielanbietern

Trotzdem riefen die Genehmigungen auf Seiten der Anbieter große Zustimmung hervor. So könne die Freigabe in diesen schwierigen Zeiten dazu beitragen, für dringend benötigte Umsätze zu sorgen und auf diese Weise Arbeitsplätze zu sichern.

Gleichzeitig lobte der Glücksspielverband American Gaming Association (AGA) die Schritte der Regierung zum Schutz der Branche. AGA-Präsident Bill Miller erklärte dazu in amerikanischen Medien:

“Diese parteiübergreifende Senatsvorlage ist ein wichtiger Schritt, um die Fähigkeit der Glücksspielindustrie, Arbeitsplätze zu schaffen und Partner der Gemeinden zu sein, zu bewahren. Wir bitten das Parlament darum, dieses Gesetz schnell umzusetzen.“

Bill Miller wies darauf hin, dass aufgrund der derzeitigen Schließung schätzungsweise 650.000 Beschäftigte aus der Glücksspielbranche zum Nichtstun verdammt seien.

Umsätze aus dem Online-Wettgeschäft seien deshalb dringend nötig, um die Lage zu stabilisieren und einen Ausgleich für die milliardenschweren Verluste zu schaffen.